Alles Wissenswerte über Hoverboards.

Was ist ein Hoverboard?

Das Hoverboard ist eine Innovation unseres Jahrtausends. Ursprünglich als „E-Board“ bekannt geworden, kann das elektronisch betriebene Brett zum darauf stehen heutzutage mit vielen Titeln versehen werden. So ist es auch unter den Namen „Self-balancing-Board“, „Self-balancing-Scooter“ oder eben Hoverboard bekannt. Dabei gibt es über das Rollbrett schon eine eindrucksvolle Geschichte. Denn bereits im Film „Zurück in die Zukunft II“ träumten Filmemacher von solch einer eleganten und zugleich einfachen Fortbewegungsart. Was leider (noch) nicht originalgetreu in die Realität umgesetzt werden konnte, war dass die Film-Hoverboards wenige Zentimeter über dem Boden schwebten. Doch auch mit zwei kleinen Rollen ausgestattet haben sie dieselbe Agilität und bieten denselben Komfort. Und dabei ist das Daraufstehen und Fahren dennoch extrem simpel. Durch seinen Elektroantrieb und die Antriebsregelung hält sich das Hoverboard selbst im Gleichgewicht. Durch Gewichtsverlagerungen des Daraufstehenden und ergänzende leichte Fußbewegungen ist das Brett dann dementsprechend steuerbar.

Wer hat das Hoverboard erfunden?

Über die Erfindung des Hoverboards wird heute noch intensiv gestritten. Wie bei vielen großen Erfindungen beanspruchen mehrere kluge Köpfe, beziehungsweise deren Firmen das Patentrecht. Fakt ist jedoch dass das Hoverboard aus dem chinesischen oder amerikanischen Raum stammt. In Bezug darauf fällt häufig der Name Shane Chen, Inhaber und Gründer der Firma „Inventist“. So ist zurückzuverfolgen, dass Chen 2013 eine Kampagne mit dem Namen „Hovertrax“ auf kickstarter.com startete. Die Crowdfunding-Plattform dient jungen Unternehmern als Geldquelle für Innovationen wie die des Hoverboards. In einem Artikel der Los Angeles Times ist außerdem nachzulesen wie Chen anschließend seinen Unmut über das löchrige chinesische Patentrecht kund tut. Denn nach einer Vorstellung des Prototypens des Hovertrax in der chinesischen Fernsehshow „Happy Show“ gab es folgerichtig Unmengen an Kopien. Doch nicht nur der asiatische Markt forschte nun weiter an der kompletten Herstellung eines E-Boards, auch der amerikanische Markt fand viele Interessenten. Nachdem der Selfmade-Milliardär Mark Cuban 2015 ankündigte, die Rechte an dem Hoverboard der Firma Inventist abkaufen zu wollen, meldete sich die fast gleich heißende Firma „Investist“ zu Wort und behauptete die eigentlichen Rechte für das Brett bereits zu besitzen. Sie leitete rechtliche Schritte ein.

Die erste Vorstellung einer kompletten Version gab es in China

Während sich Gerichte in den USA mit der Frage beschäftigten, wer denn nun die Rechte für das Brett besitzt, stand der chinesische Markt natürlich nicht still. Autor David Pierce vom „Wired“-Magazin schrieb in einem Artikel, dass das erste vollfunktionierende Gerät wohl unter dem Namen „Smart S1“ von dem Unternehmen Chic Robotics vorgestellt worden ist. Dies ist eine 2013 gegründete Technologie-Firma, die eng mit der Zhejiang-Universität verbunden ist. Ein Beleg der Richtigkeit dieses Artikels stellt die „Messe Kanton“. Die Messe Kanton ist eine jährlich stattfindende Import- und Exportmesse in Kanton, China. Dort veröffentlichte Chic Robotics 2014 das Smart S1 und gab es zum Test der Besucher frei. Somit hält Chic Robotics auch viele Patente der Hoverboard-Technologie, doch auch hier lässt das schlechte Patentrecht Chinas viele Kopien zu. Ohne Aussicht auf Sanktionen betraten nach der Messe viele Produktfälscher die Bühne. Massenfertigungen erlauben es den Fälschern, optisch gleiche Boards herzustellen, die jedoch in Qualität und Funktion weit unter den Hoverboards der hier genannten Firmen liegen. Vermutlich werden die Teile für alle E-Boards im chinesischen Shenzhen hergestellt. Der Standort ist bekannt für die Herstellung nahezu aller elektronischen Kleinteile, von Smartphone bis Hoverboard. Es bleibt also bis heute ungeklärt wer als erstes ein solch modernes Fortbewegungsmittel erfunden hat. Logisch könnte auch der Ansatz sein, dass mehrere Erfinder und Firmen die Idee eines rollenden Boards zur gleichen Zeit hatten. Doch durch das schlecht umgesetzte chinesische Patentrecht wird eine klare Zuordnung wohl nicht mehr möglich sein.