Alles Wissenswerte über Hoverboards.

Die 10 häufigsten Fragen & Antworten zum Hoverboard

Was zeichnet ein qualitativ hochwertiges Hoverboard aus?

Ein sicheres Hoverboard ist vor allem durch seinen Akku erkennbar. Während alle anderen Teile herstellerunabhängig meist aus derselben chinesischen Massenproduktion kommen, unterscheiden sich Originale und Duplikate oft nur im Akku. Währen Lithium-ionen Akkus ohnehin schon diskussionswürdig sind, sollte die Hoverboard-Batterie von Samsung stammen. Genau genommen handelt es sich dabei häufig um die Samsung 36V 4400mAh Batterie. Zudem kann auf das „Underwriters Laboratories“-, kurz „UL“-Siegel geachtet werden. Die unabhängige Organisation testet Elektroprodukte auf deren Qualität und Sicherheit. Ansonsten bleibt wenig um das Brett zu testen ohne es vorher in der Hand gehabt zu haben. Die Materialien können höchstens noch durch das „RoHS“-Siegel von der Verwendung von Gefahrstoffen befreit werden. Die Kennzeichnung verspricht eine „Beschränkung (der Verwendung bestimmter) gefährlicher Stoffe“.

Wo bekomme ich ein qualitativ hochwertiges Hoverboard her?

Generell lässt sich das nicht sagen, allerdings empfiehlt es sich von einem europäischen, qualifizierten Händler zu kaufen. Am einfachsten ist die online zu erledigen. Ein Indiz für einen sicheren Händler kann das „CE“-Verwaltungszeichen auf seinen Produkten sein. Es steht für die europäische Freiverkehrsfähigkeit der Ware und erteilt dem Online-Shop dadurch eine gewisse Qualifikation. Seien Sie vorsichtig bei Gebrauchtkäufen, beispielsweise auf „ebay“. Lassen Sie sich nicht von einem zu niedrigen Preis Ihre Sinne trüben und vertrauen Sie auf Ihre Erfahrung. Ist das Schnäppchen zu unglaubwürdig nehmen Sie lieber etwas mehr Geld in die Hand und haben dafür ein sicheres Gefühl. Lesen Sie also die Produktbeschreibung durch, ist diese in gutem deutsch ausgedrückt? Wurde sich Mühe bei der Produktplatzierung gegeben oder wurde sie nur lieblos von der des Herstellers übernommen? Vertrauen Sie auf Ihren ersten Eindruck und achten Sie auf die wenigen Hinweise die wir hier geben können.

Darf ich mit dem Hoverboard fahren wo ich will?

Nein, dürfen Sie leider nicht! Das Hoverboard wurde nach anfänglichen Unklarheiten nun vom Bundesverkehrsamt in die Klasse der „Kraftfahrzeuge“ eingestuft. Diese Klassifizierung gilt für Fortbewegungsmittel mit einer Maximalgeschwindigkeit die mehr als 6 Km/h beträgt. Somit bräuchte man sowohl einen spezifischen Führerschein als auch eine eigens dafür ausgerichtete Pflichtversicherung. Da bisher weder das eine noch das andere für das Fahren eines E-Boards angeboten wird, kann es nicht im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden. Sollten Sie diese Anweisung missachten könnte Ihnen eine Strafe wegen „Fahren ohne Fahrerlaubnis“ gemäß § 21 des Straßenverkehrsgesetz drohen. Genießen Sie das unglaubliche Fahrgefühl also lieber in heimischer Stimmung. Wer ein großes Erdgeschoss oder einen großen Hof hat wird mit dem Gerät trotzdem großen Spaß haben!

Wie bringe ich mein im Ausland gekauftes Hoverboard nach Hause?

Fangen wir mal so an: Das kommt ganz darauf an wie Sie vom Ausland wieder nach Hause kommen wollen. Denn im Flieger kann das Hoverboard nur sehr schwer mitgenommen werden. Viele Fluggesellschaften haben den Lithium-ionen Akku ab einer gewissen Größe bereits komplett verboten. Sowohl im Handgepäck als auch im Frachtraum sind die Akkus zu gefährlich. Eine Selbstentzündung der Batterie im Flugzeug wäre fatal. Führt nichts um eine Mitnahme im Flugzeug klären Sie vorher unbedingt mit Ihrer Fluggesellschaft ob Sie ein Hoverboard transportieren dürfen. Andernfalls folgt ein böses Erwachen beim Check in und Ihr neu erworbenes E-Board wird Ihnen gleich wieder aus den Händen gerissen. Klären Sie also besser vor dem Kauf ab was Ihre Airline von Lithium-ionen Akkus hält.

Wie funktioniert so ein Hoverboard überhaupt?

Mit Funktion ist meistens das Attribut gemeint nicht umzukippen, das heißt die Balance von alleine zu halten. Diese selbstbalancierende Funktion erhält das Hoverboard durch die sogenannten Gyroskop-Elemente. Ein Gyroskop ist ein Kreiselelement, das aus einem sich schnell drehenden, symmetrischen Kreisel in einem beweglichen Lager besteht. Durch diese schnelle Drehbewegung wird eine hohe Drehimpulserhaltung erzielt, wodurch der Kreisel ein hohes Beharrungsvermögen gegenüber Lageänderungen im Raum ausweist. Da in dem Hoverboard ganze vier dieser Sensoren verbaut sind, zwei auf jeder Seite, hat auch das Trittbrett eine hohe Toleranzgrenze bei wankendem, darauf stehendem Gewicht. Einfach aber extrem wirkungsvoll lässt sich das E-Board dadurch gut und sicher steuern.

Wie lässt sich solch ein Hoverboard fahren? Kann ich das?

Das Hoverboard wird sogar den skeptischsten Betrachter schon nach dem ersten Aufsteigen überzeugen. Während das Auf- und Absteigen die meisten „Probleme“ bereiten wird ist das Fahren eine rein intuitive Sache. Sollte man sich anfangs unwohl fühl kann man sich natürlich trotzdem erst einmal festhalten oder von einer Begleitperson geführt werden. Alles dreht sich um Gewichtsverlagerung. Eine Gewichtsverlagerung nach vorne und das damit einhergehende Drücken der Zehenspitzen auf die Trittfläche lässt das E-Board nach vorne fahren. Dasselbe gilt für einen leichten Druck mit der Ferse für das Rückwärtsfahren. Kurven lassen sich durch eine einseitige Belastung der Beine fahren. Eine Kurve nach links lässt sich also ganz einfach fahren, indem das linke Bein etwas mehr vorne belastet wird als das Rechte. Viele wissen gar nicht wie einfach diese elegante Fortbewegung sein kann. Schon nach dem ersten Mal werden Sie mit dem Gerät spielend leicht fertig, können enge Kurven nehmen und auch leichtes Gefälle wird problemlos gemeister werden können. Das Hoverboard hat bisher jeden Zweifler überzeugt. Können Sie das also wirklich auch? Ja, das können Sie mit Sicherheit!

Was ist die Preisspanne für qualitative Hoverboards?

Wie bereits erwähnt sollte ein zu günstiger Preis Sie eher skeptisch machen als vor Freude blind zu kaufen. Wir haben qualitative Hoverboards ab einem Preis von ca. 180€ gefunden. Unter Qualität wird hierbei nur der Motor und das Gehäuse in der spartanischsten Ausführung verstanden. Für einen günstigen Preis können dementsprechend natürlich keine zusätzlichen Features erwartet werden. Zu der minimalsten Standardausführung zählen für uns jedoch LED-Lichter an der Front und eine Batterieanzeige zwischen den Trittflächen. Im Preis nach oben geht es dann für weitere LEDs am Heck oder über der Radabdeckung, Bluetooth-Lautsprecher oder mitgelieferter Fernbedienung. Wie immer sind nach oben kaum Grenzen gesetzt.

Gibt es sinnvolles oder sogar notwendiges Zubehör für mein Hoverboard?

Generell brauchen Sie kein notwendiges Zubehör für Ihr Hoverboard. Da manche Boards aber über 10 Kg wiegen kann eine Tragetasche sehr hilfreich sein. Sie lässt das Gewicht des Hoverboards nicht nur angenehm über die Schulter hängen, sondern schützt Ihr E-Board auch vor Schmutz, sollte es länger verstaut sein. Suchen Sie einen Schutz während dem Fahren gibt es sehr preiswert auch Gummihüllen die das Plastikgehäuse des Hoverboards komplett bedecken. Ähnlich wie eine Handyhülle ist so das Äußere des Bretts während des Gebrauchs geschützt. Dies ist auch eine Überlegung wenn Sie Ihr Board optisch aufbessern wollen, denn die Hüllen gibt es in jeder Farbe und sind auch in diversen Mustern bestellbar. Da ein Akku „nur“ ca. zwei Stunden Fahrzeit liefert kann auch ein zweiter Akku bei Vielfahrern nicht schaden. Eine Batterie zu wechseln ist allerdings mit etwas Aufwand verbunden, so muss die Plastikverkleidung mit einem Schraubenzieher geöffnet werden und erst dann kann der Akku gewechselt werden. Eine solche Entscheidung sollte also erst gefällt werden wenn mit dem Hoverboard tatsächlich sehr viel gefahren wird und die zwei Stunden Ladezeit zu lang sind.

Ab welchem Alter kann ein Hoverboard gefahren werden?

Grundsätzlich gibt es keine vorgeschriebene Altersbeschränkung oder eine Mindestaltersempfehlung. Da die Boards auch nur auf Privatgelände gefahren werden dürfen liegt es also im eigenen Ermessen oder eben in dem der Eltern. Die heutige „Generation Z“ kommt bekanntermaßen schnell mit neumodischen Elektrogeräten klar, trotzdem sollte ein Hoverboard nicht blauäugig an Kinder verschenkt werden. Bei vielen 12-jährigen Kindern wird es schwer sein ihnen solch ein reizendes Board abzusprechen, doch jünger als 13 bis 14 sollten die Kinder nicht sein. Jedoch können Sie natürlich selbst Ihr Kind am besten einschätzen und es liegt sowieso allein in Ihrem Ermessen. Eine gesetzliche Vorgabe gibt es keine.

Was mache ich wenn mein Hoverboard defekt ist?

Um ehrlich zu sein: Das ist eine gute Frage. Naja, ganz so hilflos sind Sie dann nicht. Die Technik in den Geräten besteht aus keiner großen Wissenschaft. Meistens sind es gelöste Kabel, die durch häufige Schläge oder falsches Verstauen ihren Halt verlieren. Nach dem Aufschrauben sollten also erst einmal alle Kabel nachgeprüft werden. Sollte das nicht das Problem sein, sind auf „Amazon“ von Controller Board bis hin zu Gyroskop-Elementen alle Einzelteile bestellbar. Eine Werkstatt gibt es für die Geräte allerdings nicht. Wenn Sie sich selbst nicht an eine Reparatur trauen bleibt wohl nur noch die Frage an den technikaffinen Freund. Bisher sind uns bei vielen Tests aber nur sehr wenige technische Makel an den Geräten aufgefallen, toi toi toi!